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Anders als früher angenommen, ist das Asperger-Syndrom bzw. sind Autismus-Spektrum-Störungen mit einer Prävalenz von etwa 1% häufig. Ein Grund für die steigende Prävalenz ist die Tatsache, dass zunehmend auch hochfunktionale Menschen im Erwachsenenalter als betroffen erkannt und diagnostiziert werden. Damit stellt sich die Frage nach spezifischen Therapiemöglichkeiten für diese große Gruppe.Das vorliegende Buch beinhaltet daher umfassende Informationen für alle, die Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen therapeutisch begleiten. Es werden drei aufeinander aufbauende Module vorgestellt, die verschiedene Themen behandeln (z.B. allgemeine Psychoedukation, basale Informationen zur nonverbalen und verbalen Kommunikation sowie Rollenspiele zu unterschiedlichen, häufig als problematisch empfundenen Themenbereichen).Schwerpunktmäßig wird das gruppentherapeutische Vorgehen beschrieben, das Manual ist aber auch für Therapeuten gedacht, die autistische Personen einzeltherapeutisch betreuen. Jede Stunde ist inhaltlich in sich geschlossen, so dass einzelne Therapieeinheiten genutzt werden können, wenn z.B. Schwierigkeiten nur punktuell bestehen und diese in der Therapie anstehen.Es wird besonderer Wert darauf gelegt, den Therapeuten die Besonderheiten erwachsener Personen mit Asperger-Syndrom näher zu bringen und die Unterschiede in der Kommunikation von so genannten neurotypischen und autistischen Personen deutlich zu machen. Des Weiteren werden relevante Informationen, Anleitungen und Übungen präsentiert, mit denen die typischen Schwierigkeiten von Menschen mit Asperger-Syndrom effektiv und alltagsnah bearbeitet werden können. Dabei geht es nicht darum, dass autistische Personen sich nach der Therapie genau so verhalten sollen wie neurotypische, sondern um ein vertieftes Verständnis für die unterschiedlichen Interaktionsmuster neurotypischer und autistischer Personen.
Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau u. a.: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen 146 S., m. Abb. u. Tab, m. CD-ROM
Das toll illustrierte Buch für Kinder ab fünf Jahren besticht durch seine spannende Geschichte: Loris ist gern mal für sich allein. Er fühlt sich wohl, wenn jeder Tag dem andern gleicht, und aufregende Klassenfahrten mag er nicht. Sein Schulfreund Leo hingegen spielt Fußball und liebt Trubel und Abenteuer. Zum Glück gibt es Annika, die ihre Pausen mit Loris verbringt. Für den Sachunterricht dürfen die drei sich ein Tier aussuchen, über das sie berichten sollen. Sie entscheiden sich für die Nachbarskatze, doch die ist plötzlich weg. Doch Loris’ besondere Begabung führt die Geschichte zu einem guten Ende … Das hochwertige Bilderbuch - vermittelt Kindern das Störungsbild Autismus - macht Loris »Anderssein« überraschend leicht nachvollziehbar - zeigt, wie die Inklusion autistischer Kinder in Schule und Kindergarten funktionieren kann - ist empfehlenswert für Kinder mit und ohne einer Autismus-Spektrum-Störung ASS, Eltern und Geschwister, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Betreuende und Therapeuten/innen.
40 Seiten, geb.
Von Brötchenkrisen und Blusenticks: Eine Literaturwissenschaftlerin und Asperger-Autistin nimmt uns mit in ihre andere Welt.
Der Autismus ist mitten unter uns er wird nur oft nicht erkannt. Oder wer denkt an Autismus, wenn eine Frau Doktor jeden Tag das Gleiche isst und lieber in Textwelten abtaucht als auf Grillpartys geht? Erst mit Mitte dreißig ließ Gabrijela Mecky Zaragoza ihre Autismusthese in Freiburg überprüfen. In ihrem Buch erzählt sie Autismus anders, freudiger und femininer. Um Glaswände und Gesprächshürden geht es dabei ebenso wie um Ordnungslieben und Umzugsdramen, Forschungshungerattacken und Rankingsessions mit Schals, Ohrringen, Kimonos. Ihre Reise durch Raum und Zeit beweist: Das Igelkind aus Hamburg-Mitte hat einen langen Weg zurückgelegt.
Gabrijela Mecky Zaragoza: Meine andere Welt, 156 S., kart.